Medizinische Versorgung – es fehlt praktisch an allem.

Das BIP in Moldawien betrug 2017 8,28 Milliarden US Dollar bei 3,6 Millionen Einwohnern (Schweiz: 678 Milliarden US Dollar bei 8,42 Millionen Einwohnern). Vom BIP flossen nach Angaben der Weltbank 2014 in Moldawien 10,3%, in der Schweiz 11,7% ins Gesundheitswesen. Das entspricht 2014 einem Betrag von 514 US Dollar pro Kopf und Jahr (Schweiz: 6468 US Dollar pro Kopf und Jahr).

Im Human Development Index (Wohlstandsindikator der Vereinigten Nationen) findet sich Moldawien an 107. (von 188) Stelle, die Schweiz an 2. (von 188) Stelle. Diese statistischen Zahlen erklären die Tatsache, dass in Moldawien sehr wenig in die medizinische Versorgung investiert wird, und zwar nicht erst heute, sondern seit vielen Jahren. Daher fehlt es heute praktisch an allem, an baulicher Infrastruktur, medizinischer Ausrüstung und Versorgung mit alltäglichen Verbrauchsmaterialen. Zudem führen schlechte Arbeitsbedingungen und ungenügende Entlöhnung zu einer dramatischen Abwanderung von an sich recht gut ausgebildeten medizinischen Fachkräften ins Ausland.

 

Alter Haupteingang Spital Criuleni

Alter Operationssaal im Spital Criuleni

Alte Röntgenanlage